Viele Menschen leiden unter Schlafapnoe – und wissen es noch nicht einmal. Die unbewussten Atemaussetzer sorgen nicht nur für heftiges Schnarchen, sie sind auch gefährlicher Dauerstress für den Organismus. Abhilfe dagegen schafft häufig schon eine Schlafapnoe-Schiene vom Zahnarzt.

Was ist Schlafapnoe?

Das obstruktive Schlafapnoe Syndrom (OSAS) ist eine Folge der Muskelerschlaffung von Rachen und Zunge im Schlaf. Normalerweise bleiben diese Muskeln auch im Tiefschlaf aktiv und sorgen so dafür, dass die Atemwege geöffnet bleiben und Atemluft ungehindert durch den Rachen strömen kann.

Bei dieser Form der Schlafapnoe arbeitet die zentrale Atemmuskulatur ungehindert weiter, sodass durch die Blockade des Schlunds bei jedem Atemzug ein Unterdruck entsteht und die Atmung insgesamt aussetzen kann.

Diese Aussetzer sind zwar meist nur kurz, doch ist das Gehirn bzw. der Organismus durch die Aussetzer in Alarmbereitschaft. Der Schläfer wird unbemerkt aus seinem tiefen Schlummer gerissen und versucht, krampfartig Luft zu holen. Dabei wird die Schlundmuskulatur wiederum aktiv, Luft strömt kurzzeitig ungehindert, der Körper sinkt zurück in den Schlaf und der Kreislauf aus Erschlaffung und Blockade beginnt von vorn.

Dieser OSAS-Kreislauf wäre als Einzelfall sicher kein Problem, doch durchlaufen ihn Schlafapnoe-Patienten bis zu 600 Mal pro Nacht – und er wird nicht immer bemerkt.

Wie erkenne ich eine mögliche Schlafapnoe?

Eines der wichtigsten Signale für eine mögliche Schlafapnoe ist lautes und unregelmäßiges (!) Schnarchen. Das Geräusch entsteht, wenn sich die Atemluft durch die muskuläre Blockade hindurchpressen muss und dabei das schlaffe Gewebe in Schwingungen versetzt. Weil der Körper versucht, die mangelnde Luftzufuhr auszugleichen, atmet der Schläfer noch tiefer und krampfartiger ein, das Schnarchgeräusch wird sehr laut.

Das Problem: Wer alleine schläft, weiß meist nicht, dass er am Syndrom leidet. Und Partner wiederum bringen das Schnarchen nicht mit den wiederholten Mini-Atemstillständen in Verbindung.

Hier ist es schon ein erster Indikator, die „Qualität“ des Schnarchens zu überprüfen. Ist es eher krampfartig und tritt unregelmäßiger auf, ist die Möglichkeit einer Schlafapnoe wahrscheinlich.

Warum ist Schlafapnoe so gefährlich?

Vereinfacht gesagt haben Körper und Gehirn bei OSAS bis zu 600 Mal pro Nacht das Gefühl, zu ersticken. Und der Überlebenstrieb versucht natürlich, dies zu verhindern. Das passiert zwar auf einer unbemerkten Ebene, doch wird der Schläfer jedes Mal aus seiner tiefen Erholung in eine leichtere Schlafphase gerissen.

Diesen Vorgang nennt man respiratorische Arousel und er bedeutet im Endeffekt, dass die Betroffenen keine Nacht mehr so durchschlafen, wie es der Körper eigentlich benötigt.

Daraus entsteht ein chronischer Schlafmangel, der sich vor allem in dauerhafter Tagesmüdigkeit und Abgeschlagenheit äußerst. Viel gefährlicher ist dabei, dass der Körper versucht, den Mangel an Erholung zwangsweise auszugleichen.

Es kann zum gefürchteten Sekundenschlaf kommen, besonders in Phasen geringerer körperlicher und geistiger Aktivität. Und das wird spätestens beim Autofahren schnell zum Verhängnis.

Aber auch abseits davon ist Schlafapnoe keine Kleinigkeit. Morgendliche Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen bis hin zu Depressionen und Potenzstörungen sind möglich. Der Schlafmangel kann sich sogar in Bluthochdruck, Diabetes und Schlaganfällen äußern.

Welche Risikofaktoren für eine Schlafapnoe gibt es?

Ungefähr vier Prozent der Männer über 40 leiden an einer (unerkannten) Schlafapnoe, bei Frauen sind es rund zwei Prozent. Innerhalb dieser Bevölkerungsgruppen ist der Anteil Erkrankter mit deutlichem Übergewicht (Adipositas) besonders hoch. Ebenso gefährdet sind Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes.

Es gibt verschiedene Einflussfaktoren, die das Syndrom begünstigen oder verstärken können. Denn nicht bei jedem Patienten sind die Intervalle bzw. der Grad der Muskelerschlaffung (immer) gleich. Das heißt jedoch nicht, dass gelegentliche OSAS-Symptome nicht genauso Stress für den Körper sind. Hier äußern sich die Folgen meist nur mit etwas Verzögerung.

Vergrößerte Mandeln und Nasenpolypen sind ebenfalls typische Voraussetzungen für eine Schlafapnoe. Auch, wer bevorzugt auf dem Rücken liegt, kann die Muskelerschlaffung begünstigen.

Nicht zuletzt sind Substanzen wie Alkohol, Tabakrauch, Beruhigungsmittel und an sich harmlose Atemwegserkrankungen dafür bekannt, vereinzelt Symptome einer Schlafapnoe zu erzeugen. HNO Ärzte sprechen dann meist von einer latenten Schlafapnoe. Diese ist vielleicht noch kein Grund zum Handeln.

Doch wenn krampfartiges Schnarchen und etwa regelmäßiges Einnicken tagsüber zusammenkommen, sollten Sie einen Termin vereinbaren. Und zwar am besten auch bei Ihrem Zahnarzt in Koblenz.

Warum ist der Zahnarzt bei Schlafapnoe eine gute Adresse?

Als Zahnärzte in Koblenz stellen wir zwar nicht die Diagnose Schlafapnoe – dafür suchen Sie den Hausarzt oder HNO Ärzte auf, die den Symptom-Katalog und die Ursachen abgleichen sowie die Therapie festlegen.

Wir bieten allerdings eine sehr sinnvolle Möglichkeit, das Kernproblem der Schlafapnoe anzugehen: das Freihalten der oberen Atemwege. Dazu passen wir Patienten mit Schlafapnoe eine Schiene an, Schnarch- oder Protrusionsschiene genannt wird.

Diese hat die Aufgabe, den Unterkiefer im Schlaf vorn zu halten –quasi als mechanischer Muskel für die oberen Atemwege. Durch diese Vorverlagerung des Kiefers wird zwar nicht die Muskelerschlaffung selbst korrigiert, doch der Rachenraum wird so offen gehalten.

Das Gewebe wird dabei zwangsläufig gestrafft. Und so wird es auch weitaus weniger von der vorbeiströmenden Luft in Schwingung versetzt – die Schnarchgeräusche können erheblich abklingen oder sogar ganz aufhören.

Moderne Schlafapnoe-Schienen passen wir natürlich stets individuell an Ihr Gebiss an und ermitteln die optimale Stellung, in der Ober- und Unterkiefer im Schlaf gehalten werden sollten. Zudem bieten die Schienen einen hervorragenden Tragekomfort und lassen Sprechen, Trinken sowie Öffnen und Schließen des Mundes problemlos zu.

Ist die Schlafapnoe-Schiene die beste Therapie?

Sie ist in jedem Fall komfortabler und einfacherer als zum Beispiel die Überdruckbeatmung mit einer sogenannten CPAP-Maske. Eine Beatmungsmaske soll durch den stetigen Luftstrom das erschlaffte Gewebe im Schlund sozusagen nach oben drücken. Sie zielt also auf das Gleiche ab wie die Schlafapnoe-Schiene. Allerdings schränkt Sie ein Beatmungsapparat beim Schlafen immer ein und er ist ständig in Betrieb. Dennoch ist die Beatmungsmaske in einigen (schweren) Fällen von Schlafapnoe zusätzlich immer angeraten. Das entscheidet Ihr HNO Arzt.

Grundsätzlich tragen Sie die Schlafapnoe-Schiene jede Nacht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase dürften Sie die individuell angepasste und eingestellte Schiene nicht mehr bemerken und können genauso schlafen und leben, wie Sie es gewohnt sind.

Kann ich neben der Schlafapnoe-Schiene noch mehr für gesunden Schlummer tun?

Auch wenn Ihr Zahnarzt in Koblenz mit der Schlafapnoe-Schiene erholsamen Schlaf ermöglicht, ist es immer ratsam, wenn Sie selbst Ihre Lebensweise so anpassen, dass die Risikofaktoren verringert werden. Dazu gehört zum Beispiel, sich das Seitenschlafen anzugewöhnen und vor allem vorhandenes Übergewicht zu reduzieren.

Alkohol und Nikotin können Schlafapnoe induzieren – also helfen Verzicht bzw. maßvoller Umgang damit ebenso weiter. Nicht zuletzt sind regelmäßige Schlafzeiten erheblich für die Schlafqualität verantwortlich.

Wie hilft mir dental-fit weiter?

Als erfahrene Zahnärzte in Koblenz beraten wir Sie gern rund um alle Fragen zur Schlafapnoe-Schiene. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, dass Sie das Riskio Schlafapnoe erst einmal erkennen und die Schwere sowie Therapiefragen mit einem HNO Arzt abklären. Wie es dann weitergeht, erläutern wir Ihnen natürlich persönlich und umfassend.

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